• Märkischen Oder-Zeitung 11. Dezember 2009

Eine überdachte Solar-Oderbrücke    Von Jörg Kotterba

"Solarstadt Frankfurt (Oder) - Gestaltungsvisionen" nennt sich eine Ausstellung, die am Freitagnachmittag im Rathaus eröffnet wurde. Sie wurde von der Frankfurter Gesellschaft zur Förderung der Solarenergienutzung initiiert und ist noch bis zum 15. Januar kommenden Jahres zu sehen.

Eine Sonnenanbeterin auf dem Drachenberg. Weit breitet sie ihre Solarflügel aus. Der Fernsehturm gleich in der Nähe. Über 80 Meter streckt sich die Oder-Silhouette aus blauen Solarflächen in die Höhe. Die Oderbrücke im neuen Outfit: Mit einem Solar- und Glasdach, in dem das Licht der Sonne vielförmig reflektiert wird. "Unter dem schützenden Dach könnten kleine Angebote entwickelt werden - Buchstände oder Informationsbasare für polnische und deutsche Gäste", lässt Martina Breyer ihrer Fantasie freien Lauf. Die kreative Frau hat in der Berliner Ackerstraße ein Atelier, entwirft dort nicht nur Heimtextilien mit besonderem Design.Sie schafft auch Visionen. Freitagnachmittag erläuterten sie und ihr Künstlerkollege Philipp-Immanuel Schneider ihre Träume auf Colorpapier. "Vorschläge, Anregungen, wie Frankfurt auch in seiner Ausstrahlung das zeigt, was es ist - eine Solarstadt mit Brückenschlag nach Osteuropa und viel Wachstumspotenzial", so Martina Breyer. Im Auftrag der Frankfurter Gesellschaft zur Förderung der Solarenergienutzung gestalteten sie und Schneider diese Ausstellung.

Beigeordneter Peter Edelmann hofft, "dass nach dem Besuch der Ausstellung sich noch mehr Frankfurter mit dem spannenden Thema Solartechnik beschäftigen. Ich jedenfalls bin sehr überrascht, was man für Ideen haben kann." Edelmann berichtete, dass er und Martin Wilke vom Technologiepark Ostbrandenburg schon mehrfach diskutiert haben, wie man den Oderturm für eine Imagewerbung nutzen könnte. "Für eine Kleist-Werbung zum Beispiel." Mit Solarzellen ließe sich dort und anderswo jede Menge machen. Er träume auch von einer überdachten Sitzbank oder Haltestelle, mit Solarzellen bestückt. Aber nach einer Polizeimeldung über drei zerstörte Haltestellen durch sogenannte Polenböller habe er diese Vision wieder verworfen.

Ausstellungs-Initiator Thomas Koschack, Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung der Solarenergienutzung, hofft auf eine große Besucherzahl, "um das Thema Solartechnik für alle begreifbar zu machen."

Sein Verein mit Sitz im Technologiepark unterstützt regionale Aktivitäten zur Nutzung regenerativer Energieformen sowie wesentliche Aspekte der Umwelt- und perspektivischen Energiepolitik, vorzugsweise in Brandenburg, aber auch im nationalen und internationalen Rahmen.

 


  • Berliner Zeitung 17./ 18. Mai 2008

Wer den Garten von Martina Breyer besuchen will, sollte sich den Besuchs-Zeitpunkt genau überlegen - es könnte nämlich etwas enger werden. Ganze 60 Quadratmeter groß ist das Gärtchen der 51-jährigen Künstlerin. Doch das ist nicht das einzig Besondere: Der Garten ist der einzige, der mitten in der Berliner City liegt - und zwar im zweiten Hinterhof an der Ackerstraße 19 in Mitte. Dort, zwischen zwei zweigeschossigen Gelbklinker-Häusern erstrecken sich sechs kleine Beete. In einem von ihnen blühen ausschließlich weiße und rote Pflanzen, in den anderen fünf jeweils blaue und gelbe. Doch damit nicht genug der Struktur: Die Pflanzen in den fünf Beeten sind nach ihrem Blütezeitpunkt sortiert - in jedem Monat blüht ein anderes Beet. "Der Garten ist zwar sehr klein", sagt Veranstalterin Wolf, "aber wir haben ihn mit aufgenommen, um zu zeigen, dass man auch so kleine Flächen schön gestalten kann." Martina Breyer, die ihre Gäste am Wochenende mit Kaffee bewirten will, ist sehr gespannt: "Ich war früher selbst beim Tag der offenen Gärten zu Gast und fand das immer toll."

  • Berliner Morgenpost 16. Mai 2008

So grün kann ein Berliner Hinterhof sein: Durch den ersten, zweiten dritten Hof, vorbei an mehreren Remisenhäusern, ganz am Ende des langen Grundstücks an der Ackerstraße 19 in Mitte erreicht man den kleinen Hofgarten von Martina Breyer. Die Textildesignerin und Innenarchitektin bezog 1980 ihr Atelier und begann gleich im ersten Frühjahr, den Hof umzugestalten. Fünf Staudenbeete wechseln sich mit dem Blühen ab, jeden Monat gibt es einen anderen Farbschwerpunkt. "Trotzdem ist der Garten jedes Jahr wieder anders", so Breyer, die eine besondere Vorliebe für Iris und verschiedene Lilien hat. Sie liebt kräftige Farben, doch sie müssen auch richtig zusammenpassen. Derzeit dominiert der blau-gelbe Kontrast, gebildet aus Iris und Akelei. Kräftige Farben und abstrahierte Blumen findet man auch in ihren Bildern, die im Atelier ausgestellt sind. Darunter sind einige ungewöhnliche Objekte: Bilder aus Filz und lebenden Pflanzen, die sich im Lauf der Zeit verändern. Infos:
www.atelierbreyer.de

  • Who is who, Verlag für Personenenzyklopädien AG
  • Es gibt keine Konkurenz zu uns; Design in Berlin, Vice Versa Verlag, 2005, pdf-Ansicht
  • Lexikon der Textildesigner(1950 – 2000) Paderborn 2003
  • DESIGN IM PORTRÄT 1994 ID2